Äthiopien erzielt Millionen mit Bitcoin-Mining aus überschüssiger Wasserkraft

Äthiopien hat einen neuen Weg gefunden, ungenutzte Energie in Einnahmen zu verwandeln. Der staatliche Energieversorger Ethiopian Electric Power (EEP) setzt überschüssige Wasserkraft aus dem Grand Ethiopian Renaissance Dam (GERD) für Bitcoin-Mining ein. In nur zehn Monaten erzielte das Land dadurch rund 55 Millionen US-Dollar, wie aus einem Bericht der Ethiopian Tribune hervorgeht. Das entspricht etwa 18 Prozent des Jahresumsatzes des Versorgers. Die Erlöse fließen in Projekte, die den Ausbau des Stromnetzes vorantreiben und den Zugang zu Elektrizität im ganzen Land verbessern sollen.

Vom Energieüberschuss zur Einnahmequelle

Äthiopien verfügt über große Wasserkraftkapazitäten, kann diese aber nicht vollständig ins Netz einspeisen. Gründe sind begrenzte Übertragungsleitungen und fehlende Infrastruktur in ländlichen Regionen. Früher blieb überschüssige Energie ungenutzt. Mit der neuen Strategie leitet EEP diesen Strom in Bitcoin-Mining-Anlagen um. Statt Verlust entsteht so ein neuer Einnahmezweig.

Das Konzept ist einfach: Bitcoin-Mining benötigt große Mengen an Strom und leistungsfähige Hardware. In Ländern mit teurer Energie ist das oft nicht rentabel. Äthiopien hat jedoch einen Überschuss an erneuerbarer Wasserkraft, die zu sehr niedrigen Kosten verfügbar ist. Dieser Vorteil macht das Mining im Land besonders profitabel. Die Einnahmen werden direkt in den Ausbau von Stromleitungen und Verteilnetzen investiert.

Internationale Investoren, vor allem aus China, Russland und den USA, stellen dabei einen Großteil der technischen Ausrüstung und des Kapitals. Rund 80 Prozent der beteiligten Firmen stammen aus China. Neben Kapital bringen sie Technologie-Know-how ins Land, was langfristig den Aufbau eigener Kompetenzen fördern kann.

Beitrag zur Elektrifizierung des Landes

Der Zugang zu Elektrizität ist in Äthiopien ungleich verteilt. Während Städte fast vollständig ans Stromnetz angeschlossen sind, hatten 2021 nur 43 Prozent der ländlichen Bevölkerung Zugang zu Energie. Das entspricht etwa 60 Millionen Menschen ohne Stromversorgung. Die Regierung hat sich mit dem National Electrification Programme das Ziel gesetzt, bis 2025 eine flächendeckende Versorgung zu erreichen.

Die zusätzlichen Einnahmen aus dem Mining helfen, dieses Ziel schneller zu verwirklichen. Sie finanzieren den Ausbau von Übertragungsleitungen, neue Umspannwerke und dezentrale Stromlösungen für abgelegene Gebiete. Laut Regierungsplänen sollen 65 Prozent der neuen Anschlüsse über den Netzausbau und 35 Prozent über Off-Grid-Technologien wie Solaranlagen erfolgen.

Neben der Infrastruktur kann das Mining auch Arbeitsplätze schaffen – sowohl direkt in den Rechenzentren als auch indirekt durch Bau- und Wartungsarbeiten an der Energieversorgung.

Chancen, Risiken und internationale Bedeutung

Auf globaler Ebene verbraucht Bitcoin-Mining etwa 0,5 Prozent des gesamten Stroms. Länder wie Norwegen oder Regionen in Südamerika nutzen ebenfalls ihre Wasserkraftüberschüsse für Mining. Äthiopien tritt nun in diesen Wettbewerb ein und zeigt, dass auch Entwicklungsländer mit reichlich erneuerbaren Ressourcen konkurrenzfähig sein können.

Die Strategie bringt jedoch Risiken mit sich. Die Einnahmen hängen stark vom Bitcoin-Kurs ab, der starken Schwankungen unterliegt. Zudem verändert sich die internationale Regulierung von Kryptowährungen fortlaufend, was die Geschäftstätigkeit erschweren könnte. Auch technisch erfordert das Mining den Einsatz moderner, teurer Geräte mit hoher Energieeffizienz, die regelmäßig erneuert werden müssen.

Befürworter sehen das Modell als Beispiel dafür, wie überschüssige Energie monetarisiert werden kann, ohne fossile Brennstoffe zu nutzen. Kritiker warnen, dass der Fokus auf Mining nicht den Ausbau der Stromversorgung für alle Bürger ausbremsen darf. Entscheidend wird sein, ob die Gewinne langfristig tatsächlich in den Netzausbau fließen und nicht nur in den kommerziellen Betrieb.

Mit der Kombination aus nachhaltiger Energie, internationalem Kapital und einem klaren Entwicklungsziel positioniert sich Äthiopien als möglicher Vorreiter für ressourceneffizientes Bitcoin-Mining. Das Modell könnte anderen Ländern mit ähnlichen Bedingungen als Vorlage dienen – vorausgesetzt, es bleibt der Ausgleich zwischen wirtschaftlichem Ertrag und sozialer Verantwortung gewahrt.

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