Die internationale Großbank Standard Chartered hat ihre Ethereum-Prognose für Ende 2025 deutlich angehoben – von 4.000 auf 7.500 US-Dollar. Diese Ansage folgt auf eine Phase starker Kursschwankungen und neuen Impulsen aus Politik und Finanzwelt. Analyst Geoff Kendrick sieht vor allem drei Faktoren als Treiber: die steigende Akzeptanz von Ethereum an der Wall Street, neue gesetzliche Rahmenbedingungen für Stablecoins in den USA und verbesserte Fundamentaldaten des Netzwerks.
Zum Zeitpunkt der Analyse lag der ETH-Kurs bei rund 4.400 US-Dollar. Das neue Ziel bedeutet ein mögliches Plus von etwa 70 %. Doch Kendrick denkt auch langfristig: Für 2026 erwartet er 12.000 US-Dollar, 2027 sogar 18.000 US-Dollar. Zwischen 2028 und 2029 sieht er Ethereum bei 25.000 US-Dollar – vor allem, wenn sich der Markt für Stablecoins wie prognostiziert vervielfacht.
Gründe für die Anhebung der Prognose
Noch im März hatten die Analysten von Standard Chartered ihre Erwartungen gesenkt – von 10.000 auf 4.000 US-Dollar. Damals verwiesen sie auf die Konkurrenz durch Layer-2-Netzwerke wie Base und ein schwaches makroökonomisches Umfeld.
Die Kehrtwende kommt nun, weil sich die institutionelle Nachfrage nach Ethereum deutlich verstärkt hat. Mehrere große Unternehmen, sogenannte Treasury-Firmen, kaufen gezielt ETH in Milliardenhöhe.
Beispiele dafür sind BitMine mit ETH-Beständen im Wert von über 5 Milliarden US-Dollar und SharpLink Gaming mit über 3 Milliarden US-Dollar. Auch »The Ethereum Machine« hat bereits Ethereum im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar erworben. Daten der »Strategic ETH Reserve« zeigen, dass fünf der zehn größten ETH-Halter solche Firmen sind. Das unterstreicht die Bedeutung von Ethereum als langfristige Anlage für große Marktteilnehmer.
Kendrick betont, dass sein Kursziel für 2025 eher konservativ sei. Tom Lee, Chairman von BitMine, hält sogar 16.000 US-Dollar noch in diesem Jahr für möglich.
Einfluss aktueller Marktereignisse
Der aktuelle Kursrückgang bei Ethereum wurde durch unerwartet hohe US-Inflationsdaten (PPI) ausgelöst. Kurzzeitig fiel der ETH-Kurs wieder unter 4.400 US-Dollar. Dennoch sehen viele Analysten diesen Einbruch nicht als Trendwende, sondern als Gelegenheit. Historische Daten zeigen, dass ähnliche Rücksetzer seit 2022 schnell wieder aufgeholt wurden.
BitMine nutzte den Preisrückgang, um ETH im Wert von 130 Millionen US-Dollar zu kaufen. Das zeigt, dass institutionelle Anleger bereit sind, Schwächephasen für weitere Käufe zu nutzen.
Kendrick geht davon aus, dass die neue Gesetzgebung zu Stablecoins in den USA eine wichtige Rolle spielt. Die klareren Regeln könnten institutionellen Investoren mehr Sicherheit geben und die Nachfrage weiter steigern. Gleichzeitig bleibt Ethereum technisch relevant: Das Netzwerk ist die Basis für einen großen Teil der dezentralen Finanzanwendungen (DeFi) und für viele Stablecoins.
Chancen durch Ethereum-Beta-Coins
Während einige Investoren direkt in ETH investieren, setzen andere auf sogenannte ETH-Beta-Coins. Diese Altcoins hängen eng mit der Ethereum-Blockchain zusammen, reagieren aber oft stärker auf Marktbewegungen. Beispiele sind Pepe, Floki und Pendle, die in Aufwärtsphasen teils höhere Renditen liefern können.
Auch kleinere Projekte profitieren vom aktuellen Interesse. TOKEN6900, ein neuer Meme-Coin auf Ethereum-Basis, ist im Vorverkauf bereits über 2 Millionen US-Dollar schwer – bei einer Zielsumme von 5 Millionen. Er gilt unter Krypto-Investoren als mögliches Hochrisiko-Hochrendite-Investment. In einer optimistischen Marktlage könnte der Wert stark steigen. Einige Marktbeobachter halten sogar einen 100-fachen Anstieg für denkbar.
Für Anleger bedeutet das: Neben der möglichen Preisentwicklung von Ethereum selbst gibt es ein wachsendes Ökosystem an Coins, die von einer ETH-Rallye profitieren können. Wer investiert, sollte jedoch das höhere Risiko solcher Projekte im Blick behalten und nicht allein auf Prognosen setzen.
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