Ripple verfolgt derzeit zwei große Ziele, die den Kryptomarkt stark beeinflussen könnten. Zum einen hat das Unternehmen offiziell eine Banklizenz in den USA beantragt. Zum anderen steigt die Wahrscheinlichkeit für die Zulassung eines Spot-XRP-ETFs laut der Wettplattform Polymarket auf 86 %. Beide Entwicklungen könnten den Zugang zu Ripple-Produkten für institutionelle und private Investoren verändern und den Markt nachhaltig prägen.
Ripple beantragt nationale Banklizenz
Am 2. Juli 2025 hat Ripple Labs bei der US-Behörde Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Antrag eingereicht, um die »Ripple National Trust Bank« zu gründen. Die erste öffentliche Version des Antrags, Volume 1, zeigt, dass die geplante Bank keine klassischen Einlagen- oder Kreditgeschäfte anbieten wird. Stattdessen liegt der Fokus auf Treuhanddiensten, der Verwaltung von Stablecoin-Reserven und der institutionellen Verwahrung von Vermögenswerten.
Ein großes Ziel ist der Zugang zu einem Federal Reserve Master Account. Damit könnte Ripple den hauseigenen Stablecoin RLUSD direkt bei der US-Notenbank hinterlegen und Zahlungen ohne Zwischenbanken abwickeln. Das würde Transaktionen beschleunigen und Kosten senken. Für die Leitung der geplanten Bank hat Ripple erfahrene Führungskräfte aus etablierten Finanzinstituten wie HSBC, BNY Mellon und Anchorage Digital verpflichtet.
Kritik kommt von mehreren US-Bankenverbänden, darunter der American Bankers Association. Sie befürchten Risiken für die Stabilität des Finanzsystems und fordern eine genauere öffentliche Prüfung. Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass der OCC unter Comptroller Rodney Hood neue Anträge selten ablehnt und zuletzt eine offenere Haltung gegenüber Krypto-Unternehmen eingenommen hat.
Hohe Erwartungen an Spot-XRP-ETF
Parallel zu diesen regulatorischen Schritten steigt die Spannung rund um den Spot-ETF für XRP. Auf der Plattform Polymarket liegt die geschätzte Zulassungswahrscheinlichkeit aktuell bei 86 %. Diese Quote basiert auf Wetten mit einem Volumen von über 114.000 US-Dollar. Polymarket hat in der Vergangenheit bei ähnlichen Vorhersagen oft eine hohe Trefferquote erzielt.

Ein wichtiger Grund für diesen Optimismus ist die juristische Klärung des Rechtsstreits zwischen Ripple und der US-Börsenaufsicht SEC, der im März 2025 endgültig beendet wurde. Dieser Schritt hat regulatorische Unsicherheiten ausgeräumt und den Weg für ETF-Anträge geebnet. Mehrere große Vermögensverwalter, darunter Bitwise, Grayscale und Franklin Templeton, haben inzwischen eigene Anträge bei der SEC eingereicht.
Auch die Marktreife spielt eine Rolle. Im Mai 2025 starteten bei der CME Group erstmals XRP-Futures-ETFs, die innerhalb des ersten Monats mehr als 542 Millionen US-Dollar anzogen. ProShares brachte zudem den gehebelten »Ultra XRP ETF« (UXRP) auf den Markt, der bei seiner Einführung für hohe Handelsvolumina sorgte.
Mögliche Auswirkungen auf den Markt
Sollten sowohl die Banklizenz als auch der Spot-XRP-ETF genehmigt werden, könnte das erhebliche Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben. Eine Banklizenz würde Ripple erlauben, Stablecoin-Reserven unter direkter Aufsicht der Federal Reserve zu führen und Zahlungsabwicklungen ohne traditionelle Banken zu realisieren. Das würde Ripple stärker in den regulierten Finanzsektor integrieren.
Ein genehmigter Spot-XRP-ETF könnte ähnlich wie bei Bitcoin und Ethereum zu großen Kapitalzuflüssen führen. Institutionelle Anleger hätten damit einen regulierten Zugang zu XRP, und auch Privatanleger könnten einfacher über ihre Broker investieren, ohne selbst Wallets verwalten zu müssen. Analysten sehen in einem solchen Szenario mögliche Kursanstiege in den Bereich von 20 bis 27 US-Dollar.
Diese beiden Entwicklungen verdeutlichen, dass Ripple eine Doppelstrategie verfolgt: die Integration in den US-Finanzsektor durch eine Banklizenz und die Schaffung neuer Anlagewege über den ETF-Markt. Beide Schritte würden nicht nur die Sichtbarkeit von XRP erhöhen, sondern auch die institutionelle Akzeptanz deutlich ausbauen.
Auch bei Bitcoin tut sich einiges
Während Ripple regulatorische Fortschritte macht, gibt es auch bei Bitcoin neue Entwicklungen. Layer-2-Projekte sollen die Blockchain entlasten und Transaktionen günstiger und schneller machen. Ein aktueller Vorreiter ist Bitcoin Hyper. Das Projekt verbindet Bitcoin mit der Solana Virtual Machine (SVM), um hohe Geschwindigkeit, niedrige Gebühren und Smart-Contract-Funktionen zu ermöglichen.
Über eine Bridge können Nutzer BTC in ein Layer-2-Token umwandeln, dApps nutzen und jederzeit zurücktauschen. Der Presale hat bereits über sechs Millionen US-Dollar eingesammelt. Ziel ist es, Bitcoin für moderne Anwendungen wie DeFi und NFTs zu öffnen und damit die Einsatzmöglichkeiten deutlich zu erweitern.
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